LOISIARTE 15. – 18. März 2018

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Christian Altenburger

Künstlerischer Leiter, Violine

Christian Altenburger studierte an der Musikuniversität seiner Heimatstadt Wien und bei Dorothy DeLay an der Juilliard School New York. Mit 19 Jahren debütierte er als Solist im Wiener Musikverein. Rasch folgten Engagements bei internationalen Spitzenorchestern unter Dirigenten wie Claudio Abbado, James Levine, Zubin Mehta, Dennis Russell Davies u. a. Neben seiner solistischen Tätigkeit entwickelte sich die Kammermusik zu einem besonderen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit. Christian Altenburger konzertiert nicht nur leidenschaftlich gerne mit Kollegen und Freunden wie Silke Avenhaus, Patrick Demenga, Heinz Holliger, Michel Lethiec, Arto Noras, Ulf Rodenhäuser, Melvyn Tan u. a., sondern engagiert sich auch bei der Planung profilierter Programme. Von 1999 bis 2005 fungierte er gemeinsam mit der Schauspielerin Julia Stemberger als künstlerischer Leiter des Festivals Mondseetage. Seit 2003 obliegt ihm die künstlerische Leitung des Kammermusikfestivals Schwäbischer Frühling, und seit 2006 ist er künstlerischer Leiter des Musikfestivals LOISIARTE. 2001 wurde Chrisitian Altenburger als Professor an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien berufen.

www.christian-altenburger.at

Lydia Altenburger

Violine

Lydia Altenburger wurde in London geboren, wo sie an der Royal Academy of Music Violine in der Klasse von Howard Davies und Klavier bei Druvi de Saram studierte. 2006 schloss sie ihr Studium mit einstimmiger Auszeichnung ab. Seit 2007 lebt Lydia Altenburger in Wien und arbeitet als freischaffende Geigerin und Bratschistin. Als Kammermusikerin tritt Lydia Altenburger bei Festivals wie dem Schwäbischen Frühling, Prussia Cove, den Oberösterreichischen Stiftskonzerten, den Neuberger Kulturtagen und der LOISIARTE auf und musiziert dabei mit Partnern wie Patrick Demenga, Eszter Haffner, Reinhard Latzko, Michel Lethiec, Christoph Schiller, Marko Ylönen und der Musikbanda Franui. Neben ihren Konzertverpflichtungen gibt Lydia Altenburger sowohl Violin- als auch Klavierunterricht, vor allem für Kinder und Jugendliche.

Joachim Bißmeier

Rezitation

Joachim Bißmeier, geboren 1936 in Bonn, kam 1964 nach Wien. Von 1965 bis 1992 war er Mitglied des Burgtheater-Ensembles und spielte zahlreiche Rollen. München (Residenztheater), Schauspiel Frankfurt, Schauspielhaus Zürich, Berlin (Schaubühne, Berliner Ensemble, Deutsches Theater) u.a. waren weitere Stationen. Seit einigen Jahren spielt er auch wieder in Wien, zunächst am Theater in er Josefstadt, zur Zeit als Gast am Burgtheater (in König Lear und Endspiel).

Sophie Druml

Klavier

studiert Klavier in Wien bei Christopher Hinterhuber und Violine in Salzburg bei Benjamin Schmid. Sie ist Trägerin zahlreicher internationaler Auszeichnungen und Preise: Zehn 1. Preise prima la musica, BAWAG P.S.K. Talente Award, ESTA, Rudolf Heydner- Wettbewerb, Münchner Klavierpodium, U19 Kammermusikwettbewerb (Heinrich Schiff), Semifinale 1st Zhuhai Mozart Competition China, Finale 8th New York Int. Piano Competition. Als Geigerin 2. Preis XXVII. Concours Flame Paris, als Pianistin mit Höchstpunktezahl Premier Grand Prix. 2. Preis XXVI. und XXVII. Concorso Pianistico Int. Roma. 1. Preis Valletta Int. Piano Competition sowie CD Angebot. 2017 war sie jüngste Teilnehmerin beim 15. Int. Beethoven Wettbewerb. Konzerte beim XXXIII. Chopin-Festival Kartause Gaming, V. Edizione Int. Società Umanitaria Milano. Beim Casinos Austria Rising Star Award 2017 (CARSA) wurde ihr der 2. Preis verliehen. 2017 debütierte Sophie im Gläsernen Saal des Musikvereins mit TwoSet Violin, 2018 beim Kyoto Int. Music Students Festival sowie beim Blüthner Zyklus „Rising Stars“ im Brahms-Saal. Kammermusikpartner sind unter anderem Paul Gulda, Dominik Hellsberg, Christopher Hinterhuber und Tamás Varga. Solo- und Orchesterauftritte absolvierte sie in China, Deutschland, Frankreich, Italien, Malta, Japan und den USA.

 

 

 

Andrea Eckert

Rezitation

Andrea Eckert studierte an der Sorbonne in Paris und wurde von der legendären Dorothea Neff zur Schauspielerin ausgebildet. Nach Stationen u. a. am Burgtheater und am Schauspiel Frankfurt wurde sie 1989 von Emmy Werner ans Wiener Volkstheater engagiert, dem sie als Protagonistin viele Jahre die Treue hielt. Sie spielte unzählige Hauptrollen, wie Judith, Maria Stuart, Clara S., Elektra, Der gute Mensch von Sezuan, Penthesilea, Dorothea Neff in Felix Mitterers Stück Du bleibst bei mir und viele andere. In der Rolle der Maria Callas in Meisterklasse wurde Andrea Eckert zum Publikumsmagneten der Stadt. Das Stück war 13 Jahre auf dem Spielplan und wurde über 200 Mal vor ausverkauftem Haus gespielt. Sie gastierte am Theater in der Josefstadt und an der Oper in Dessau und spielt in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Mit ihren Chansonabenden tourt sie im gesamten deutschsprachigen Raum, in Israel und den USA. Als Dokumentarfilmerin erhielt sie für ihren Film Frederic Morton. Durch die Welt nach Haus 2009 die Romy für den „besten österreichischen Fernsehdokumentarfilm“. Sie wurde mit der Kainz-Medaille, dem Karl Skraup Preis, dem Hebbel Ring, dem Dorothea Neff Preis und dem Hersfeld Preis ausgezeichnet. 2010 erhielt sie den Titel Kammerschauspielerin. 2016 wurde sie mit dem Goldenen Ehrenzeichen Wien geehrt, 2017 mit dem Goldenen Ehrenzeichen Niederösterreich. Andrea Eckert ist Intendantin der Raimundspiele Gutenstein. Sie lebt als freie Schauspielerin in Wien.

www.andrea-eckert.com  

Nicole Heesters

Rezitation

Nicole Heesters wurde in Potsdam geboren und wuchs in Österreich auf. Nach ihrer Ausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar avancierte sie nach ihrem Anfang am Theater in der Josefstadt zu einer der renommiertesten Charakterdarstellerinnen im deutschsprachigen Raum. Sie arbeitete mit Regisseuren wie August Everding, Peter Stein, Peter Zadek, Klaus Michael Grüber, Torsten Fischer, Andrea Breth und Claus Peymann. Am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Bochumer Theater und am Thalia-Theater in Hamburg spielte Nicole Heesters die großen Rollen der Weltliteratur. 2014 erhielt sie den Nestroy-Theaterpreis für ihre Darstellung der Vera in Vor dem Ruhestand am Theater in der Josefstadt. Seit 2015 ist sie Trägerin des Louise-Dumont-Topas. Am Düsseldorfer Schauspielhaus spielt sie aktuell in von Schirachs Theaterstück Terror die Rolle der Staatsanwältin. Am Nationaltheater Mannheim ist sie, nachdem sie als Bernarda in Bernarda Albas Haus erfolgreich war, jetzt in der Uraufführung von Schimmelpfennigs Das große Feuer zu sehen. Vor kurzem hatte Nicole Heesters Premiere an den Hamburger Kammerspielen mit Marias Testament von Colm Tóibín, einem Monolog, den Elmar Goerden inszeniert hat.

Christopher Hinterhuber

Klavier

Nach einer Reihe von Preisen bei wichtigen internationalen Wettbewerben ist Christopher Hinterhuber regelmäßig als Solist im In- und Ausland gemeinsam mit hochrangigen Orchestern und Dirigenten wie Ashkenazy, Kreizberg, Cambreling, Weil, Russel Davies, de Billy zu hören. Er gastierte wiederholt bei verschiedenen Festivals wie Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein-Festival, Mozartwoche Salzburg, Bregenzer Festspiele, Lockenhaus, Styriarte Graz, Carinthischer Sommer, Haydnfestival Eisenstadt u.a. 2002/3 konzertierte er gemeinsam mit Patricia Kopatchinskaja in der Reihe Rising Stars u.a. in der New Yorker Carnegie Hall. Ein bemerkenswertes Projekt war die Aufnahme in Ton und Bild (Christopher Hinterhubers Hände) für den Film Die Klavierspielerin nach Elfriede Jelinek in der Regie von Michael Haneke (prämiert mit dem Großen Preis der Jury in Cannes 2001). Seit 2012 ist Christopher Hinterhuber Mitglied des renommierten Altenberg Trio Wien, das einen eigenen Zyklus im Wiener Musikverein spielt. An die 25 CD-Einspielungen und eine Berufung als Professor für das Hauptfach Klavier an die Musikuniversität Wien 2010 unterstreichen seinen herausragenden Rang innerhalb der jüngeren österreichischen Pianisten-Generation.

www.christopherhinterhuber.com

 

 

Ulf Rodenhäuser

Klarinette

Der gebürtige Nürnberger hat an der Hochschule für Musik München studiert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei Wettbewerben. Er war viele Jahre Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker sowie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Während dieser Zeit hat er mit allen bedeutenden Dirigenten der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zusammengearbeitet, neben Herbert von Karajan mit Leonard Bernstein, Karl Böhm, Carlos Kleiber, Carlo Maria Giulini, Bernhard Haitink, Eugen Jochum, Lorin Maazel, Georg Solti, um nur die wichtigsten zu nennen. Als Solist hat er mit zahlreichen großen Orchestern und Dirigenten konzertiert, u.a. mit den Berliner Philharmonikern, unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, Dmitrji Kitaenko, Karl Münchinger, Helmut Rilling, Klaus Tennstedt u.a. Seine vielfältigen Aktivitäten als Kammermusiker mit prominenten Partnern führten ihn in fast alle Musikzentren der Welt. Er war Mitglied des Philharmonischen Oktetts Berlin und über 20 Jahre hinweg Partner des Melos Quartetts Stuttgart. Mit dem Ensemble Villa Musica konzertierte er in Deutschland und Europa. Seine zahlreichen Aufnahmen sind mit vielen wichtigen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wordenUraufführungen und Auftragskompositionen vieler zeitgenössischer Komponisten, darunter Karlheinz Stockhausen und Isang Yun, runden sein Interpretenprofil ab. Als Professor an den Musikhochschulen München, Stuttgart und Düsseldorf sowie an der Karajan-Akademie hat er eine große Zahl von jungen Musikern ausgebildet, die heute im deutschen und internationalen Musikleben in verschiedensten Positionen erfolgreich sind.

 

 

Hiyoli Togawa

Viola

Mit der in Düsseldorf geborenen und aufgewachsenen Hiyoli Togawa betritt eine japanisch-australische Bratschistin die Bühne, die schon in sehr jungen Jahren dieses Instrument gewählt hat - aus Liebe zu seinem Klang. Ihr Studium führte sie nach Köln, Brüssel und München, zu Rainer Moog, Antoine Tamestit, Hariolf Schlichtig und einem Quartett-Studium beim Artemis Quartett. Nach frühen Wettbewerbserfolgen (u.a. 1. Preis Jugend musiziert) gewann Hiyoli Togawa 2013 den Internationalen Viola-Wettbewerb in Markneukirchen und 2014 einen 2. Preis beim Internationalen Brahmswettbewerb in Pörtschach. Viele Sonderpreise sowie Stipendien folgten. Kammermusikalische und solistische Auftritte führten Hiyoli mit u.a. Igor Levit, Veronika Eberle, Jörg Widmann, Hariolf Schlichtig und dem Delian Quartett. Auch bei Festivals ist Hiyoli Togawa ein gern gesehener Gast, etwa beim Schleswig Holstein Musikfestival, bei den Festspielen Mecklenburg Vorpommern, beim Heidelberger Frühling, Fürstensaal Classix u.a.m. als Preisträgerin des Wettbewerbs "Deutscher Musikinstrumentenfonds" der Deutschen Stiftung Musikleben spielt sie eine Paolo Antonio Testore aus Mailand (1749).

www.hiyoli-togawa.com

Erwin Ortner

Dirigent 

Erwin Ortner, 1947 in Wien geboren, war Mitglied der Wiener Sängerknaben, studierte an der damaligen Wiener Musikhochschule Musikpädagogik, Kirchenmusik und Dirigieren bei Hans Swarowsky und Hans Gillesberger und war von 1980-2016 ordentlicher Professor für Chordirigieren an der Universität für Musik und darstellend Kunst in Wien, der er von 1996 bis 2002 als Rektor vorstand. 1972 gründete er den Arnold Schoenberg Chor. Unter seiner künstlerischen Leitung entwickelte sich der Chor zu einem der führenden europäischen Ensembles. Von 1983 bis 1995 war er außerdem Chefdirigent des ORF-Rundfunkchores. Erwin Ortner dirigiert regelmäßig Konzerte im In- und Ausland und leitet Meisterkurse für Chor- und Orchesterdirigieren. 2010 übernahm er die künstlerische Leitung der seit 1498 bestehenden Wiener Hofmusikkapelle. 2002 wurde ihm der Grammy in der Kategorie Beste Choraufführung, in welcher Dirigent und der Chorleiter ausgezeichnet werden, für die Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion verliehen, 2010 der Echo für Haydns Jahreszeiten (Arnold Schoenberg Chor, Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt).

Arnold Schoenberg Chor

Leitung: Erwin Ortner

Der 1972 von seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner gegründete Arnold Schoenberg Chor zählt zu den vielseitigsten und gefragtesten Vokalensembles Österreichs. Das Repertoire reicht von der Renaissance und Barockmusik bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. Besonderes Interesse des Chores gilt der A cappella-Literatur, aber auch große Chor-Orchesterwerke stehen immer wieder auf dem Programm. Seit 2006 ist der Arnold Schoenberg Chor Hauschor des Theaters an der Wein. Einen weiteren Schwerpunkt bildet szenische Opernproduktionen im Rahmen der Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, styriarte, des Carinthischen Sommers, in Aix-en-Provence u.a. Das Ensemble unternimmt regelmäßig Konzertreisen in Europa, Amerika und Asien und ist Gast bei wichtigen Festivals im In- und Ausland. Die fast vierzig Jahre währende Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt wurde mit mehreren Auszeichnungen der gemeinsamen Aufnahmen gewürdigt. Die letzte gemeinsame CD-Produktion ist Beethovens Missa solemnis 2016. Seit 2007 veröffentlicht das Ensemble mit seinem Dirigenten fortlaufend die exklusive CD-Reihe "ASC-Edition".

www.asc.at 

Wilhelm Sinkovicz

Moderation

Geboren 1960 in Wien, studierte Wilhelm Sinkovicz Komposition und Musikwissenschaft. Seit 1984 ist er Musikkritiker der Tageszeitung "Die Presse" und vielbeschäftigter Moderator von Rundfunksendungen und Konzerten. Er unterrichtet an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (ehem. Konservatorium) und hat zahlreiche Bücher verfasst, unter anderem über die Wiener Staatsoper Das Haus am Ring, Arnold Schönberg Mehr als zwölf Töne, abre auch über Komponisten wie Johann Strauß und Alban Berg, sowie zuletzt mit Michaela Schlögl eine Bilanz der vergangenen 30 Jahre des Wiener Musiklebens do re mi fa Sole. Als Moderator ist Wilhelm Sinkovicz, der lange Zeit auch viele Rundfunksendungen, u.a. Reihen wie "Klassische Verführung", gestaltet hat, alljährlich bei der LOISIARTE zu erleben.