LOISIARTE 21. – 24. März 2019

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Christian Altenburger

Künstlerischer Leiter, Violine

Christian Altenburger studierte an der Musikuniversität seiner Heimatstadt Wien und bei Dorothy DeLay an der Juilliard School New York. Mit 19 Jahren debütierte er als Solist im Wiener Musikverein. Rasch folgten Engagements bei internationalen Spitzenorchestern unter Dirigenten wie Claudio Abbado, James Levine, Zubin Mehta, Dennis Russell Davies u. a. Neben seiner solistischen Tätigkeit entwickelte sich die Kammermusik zu einem besonderen Schwerpunkt. Christian Altenburger konzertiert nicht nur leidenschaftlich gerne mit Kollegen und Freunden wie Silke Avenhaus, Patrick Demenga, Heinz Holliger, Michel Lethiec, Arto Noras, Ulf Rodenhäuser, Melvyn Tan u. a., sondern engagiert sich auch bei der Planung profilierter Programme. Von 1999 bis 2005 fungierte er gemeinsam mit der Schauspielerin Julia Stemberger als künstlerischer Leiter des Festivals Mondseetage. Seit 2003 obliegt ihm die künstlerische Leitung des Kammermusikfestivals Schwäbischer Frühling, und seit 2006 ist er künstlerischer Leiter des Musikfestivals LOISIARTE. Für den Konzertsaal MuTh in Wien programmiert der Künstler seit der Saison 2015/16 regelmäßig eine Konzertreihe. 2001 wurde Christian Altenburger als Professor an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien berufen.

www.christian-altenburger.at

Lydia Altenburger

Violine

Lydia Altenburger wurde in London geboren, wo sie an der Royal Academy of Music Violine in der Klasse von Howard Davies und Klavier bei Druvi de Saram studierte. 2006 schloss sie ihr Studium mit einstimmiger Auszeichnung ab. Seit 2007 lebt Lydia Altenburger in Wien und arbeitet als freischaffende Geigerin und Bratschistin. Als Kammermusikerin tritt sie bei Festivals wie dem Schwäbischen Frühling, Prussia Cove, den Oberösterreichischen Stiftskonzerten, den Neuberger Kulturtagen und der LOISIARTE auf und musiziert dabei mit Partnern wie Patrick Demenga, Eszter Haffner, Reinhard Latzko, Michel Lethiec, Christoph Schiller, Marko Ylönen und der Musikbanda Franui. Neben ihren Konzertverpflichtungen gibt Lydia Altenburger sowohl Violin- als auch Klavierunterricht, vor allem für Kinder und Jugendliche.

 

 

Joachim Bißmeier

Rezitation

Joachim Bißmeier, geboren 1936 in Bonn, kam 1964 nach Wien. Von 1965 bis 1992 war er Mitglied des Burgtheater-Ensembles und spielte zahlreiche Rollen. München (Residenztheater), Schauspiel Frankfurt, Schauspielhaus Zürich, Berlin (Schaubühne, Berliner Ensemble, Deutsches Theater)  u.a. waren weitere Stationen. Seit einigen Jahren spielt er auch wieder in Wien, zunächst am Theater in der Josefstadt, zur Zeit als Gast am Burgtheater (in König Lear und Endspiel).

Sophie Druml

Klavier

studiert Klavier in Wien bei Christopher Hinterhuber und Violine in Salzburg bei Benjamin Schmid. Sie ist Trägerin zahlreicher internationaler Auszeichnungen und Preise: Zehn 1. Preise prima la musica, BAWAG P.S.K. Talente Award, ESTA, Rudolf Heydner- Wettbewerb, Münchner Klavierpodium, U19 Kammermusikwettbewerb (Heinrich Schiff), Semifinale 1st Zhuhai Mozart Competition China, Finale 8th New York Int. Piano Competition. Als Geigerin 2. Preis XXVII. Concours Flame Paris, als Pianistin mit Höchstpunktezahl Premier Grand Prix. 2. Preis XXVI. und XXVII. Concorso Pianistico Int. Roma. 1. Preis Valletta Int. Piano Competition sowie CD Angebot. 2017 war sie jüngste Teilnehmerin beim 15. Int. Beethoven Wettbewerb. Konzerte beim XXXIII. Chopin-Festival Kartause Gaming, V. Edizione Int. Società Umanitaria Milano. Beim Casinos Austria Rising Star Award 2017 (CARSA) wurde ihr der 2. Preis verliehen. 2017 debütierte Sophie im Gläsernen Saal des Musikvereins mit TwoSet Violin, 2018 beim Kyoto Int. Music Students Festival sowie beim Blüthner Zyklus „Rising Stars“ im Brahms-Saal. Kammermusikpartner sind unter anderem Paul Gulda, Dominik Hellsberg, Christopher Hinterhuber und Tamás Varga. Solo- und Orchesterauftritte absolvierte sie in China, Deutschland, Frankreich, Italien, Malta, Japan und den USA.

 

 

 

Andrea Eckert

Rezitation

Andrea Eckert studierte an der Sorbonne in Paris und wurde von der legendären Dorothea Neff zur Schauspielerin ausgebildet. Nach Stationen u. a. am Burgtheater und am Schauspiel Frankfurt wurde sie 1989 von Emmy Werner ans Wiener Volkstheater engagiert, dem sie als Protagonistin viele Jahre die Treue hielt. Sie spielte unzählige Hauptrollen, wie Judith, Maria Stuart, Clara S., Elektra, Der gute Mensch von Sezuan, Penthesilea, Dorothea Neff in Felix Mitterers Stück Du bleibst bei mir und viele andere. In der Rolle der Maria Callas in Meisterklasse wurde Andrea Eckert zum Publikumsmagneten der Stadt. Das Stück war 13 Jahre auf dem Spielplan und wurde über 200 Mal vor ausverkauftem Haus gespielt. Sie gastierte am Theater in der Josefstadt und an der Oper in Dessau und spielt in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Mit ihren Chansonabenden tourt sie im gesamten deutschsprachigen Raum, in Israel und den USA. Als Dokumentarfilmerin erhielt sie für ihren Film Frederic Morton. Durch die Welt nach Haus 2009 die Romy für den „besten österreichischen Fernsehdokumentarfilm“. Sie wurde mit der Kainz-Medaille, dem Karl Skraup Preis, dem Hebbel Ring, dem Dorothea Neff Preis und dem Hersfeld Preis ausgezeichnet. 2010 erhielt sie den Titel Kammerschauspielerin. 2016 wurde sie mit dem Goldenen Ehrenzeichen Wien geehrt, 2017 mit dem Goldenen Ehrenzeichen Niederösterreich. Andrea Eckert ist Intendantin der Raimundspiele Gutenstein. Sie lebt als freie Schauspielerin in Wien.

www.andrea-eckert.com  

Nicole Heesters

Rezitation

Nicole Heesters wurde in Potsdam geboren und wuchs in Österreich auf. Nach ihrer Ausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar avancierte sie nach ihrem Anfang am Theater in der Josefstadt zu einer der renommiertesten Charakterdarstellerinnen im deutschsprachigen Raum. Sie arbeitete mit Regisseuren wie August Everding, Peter Stein, Peter Zadek, Klaus Michael Grüber, Torsten Fischer, Andrea Breth und Claus Peymann. Am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Bochumer Theater und am Thalia-Theater in Hamburg spielte Nicole Heesters die großen Rollen der Weltliteratur. 2014 erhielt sie den Nestroy-Theaterpreis für ihre Darstellung der Vera in Vor dem Ruhestand am Theater in der Josefstadt. Seit 2015 ist sie Trägerin des Louise-Dumont-Topas. Am Düsseldorfer Schauspielhaus spielt sie aktuell in von Schirachs Theaterstück Terror die Rolle der Staatsanwältin. Am Nationaltheater Mannheim ist sie, nachdem sie als Bernarda in Bernarda Albas Haus erfolgreich war, jetzt in der Uraufführung von Schimmelpfennigs Das große Feuer zu sehen. Vor kurzem hatte Nicole Heesters Premiere an den Hamburger Kammerspielen mit Marias Testament von Colm Tóibín, einem Monolog, den Elmar Goerden inszeniert hat.

Christopher Hinterhuber

Klavier

Nach einer Reihe von Preisen bei wichtigen internationalen Wettbewerben ist Christopher Hinterhuber regelmäßig als Solist im In- und Ausland gemeinsam mit hochrangigen Orchestern und Dirigenten wie Ashkenazy, Kreizberg, Cambreling, Weil, Russell Davies oder de Billy zu hören. Er gastierte wiederholt bei verschiedenen Festivals wie Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein-Festival, Mozartwoche Salzburg, Bregenzer Festspiele, Lockenhaus, Styriarte Graz, Carinthischer Sommer u. a.  2002/03 konzertierte er gemeinsam mit Patricia Kopatchinskaja in der Reihe Rising Stars u.a. in der New Yorker Carnegie Hall. Ein bemerkenswertes Projekt war die Aufnahme in Ton und Bild (Christopher Hinterhubers Hände) für den Film Die Klavierspielerin nach Elfriede Jelinek in der Regie von Michael Haneke (prämiert mit dem Großen Preis der Jury in Cannes 2001). Christopher Hinterhuber ist Mitglied des renommierten Altenberg Trio Wien, das einen eigenen Zyklus im Wiener Musikverein spielt sowie des 2017 neu formierten Klavierquintetts Philharmonic Five, das seit dieser Saison einen Zyklus im Wiener Konzerthaus bestreitet und bereits eine CD-Aufnahme bei Sony Classical veröffentlicht hat. An die 25 CD-Einspielungen und eine Berufung als Professor für das Hauptfach Klavier an die Musikuniversität Wien 2010 unterstreichen seinen herausragenden Rang innerhalb der jüngeren österreichischen Pianisten-Generation.

www.christopherhinterhuber.com

 

 

Johann Leutgeb

Bariton

Solist u. a. beim Carinthischen Sommer, bei den Wiener Festwochen, der Ruhr Triennale, dem Steirischen Herbst, den Schwetzinger Festspielen, bei Wien modern, beim Mozart Fest Würzburg, Schauspielhaus Wien, Donaufestival, bei den Europäischen Wochen Passau, den Hörgängen, beim Klangbogen, bei musik aktuell, Netzzeit, der Neuen Oper Wien, den Festwochen Gmunden, Myrkir Musikdagar und beim Sirene Operntheater.
Er ist Mitglied von Voces Spontane, einem international konzertierenden Trio für freie Musik- und Bewegungsimprovisation.
Johann Leutgeb ist
Senior Lecturer für Atem und Körperarbeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

 

 

Angelika Messner

Angelika Messner, aufgewachsen in Oberwart, studierte Violine, Musik- und Theaterwissenschaft in Wien. Von 1993 bis 1995 arbeitete sie als Assistentin von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne. Seit 1995 lebt sie als freischaffende Regisseurin, Dramaturgin und Autorin in Wien und unterrichtet seit 2015 an der NÖ Kreativakademie. Angelika Messner war und ist als Dramaturgin bei den Mondsee Tagen, dem Festival Osterklang Wien, der Loisiarte und seit 2014 bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf tätig. Sie schrieb zahlreiche Drehbücher und Libretti. An der Volksoper Wien wurde im Dezember 2009 ihre Kinderoper Antonia und der Reißteufel, Musik Christian Kolonovits, mit großem Erfolg uraufgeführt. Im März 2010 gelangte die Oper Neda – der Ruf, Musik Nader Mashayekhi, am Theater Osnabrück zur Uraufführung; eine Neuproduktion fand 2017 in Kaiserslautern statt. Im April 2014 wurde die Oper El Juez von Christian Kolonovits mit José Carreras in der Titelrolle in Bilbao mit großem Erfolg uraufgeführt, die auch bei den Festspielen Erl, am Mariinski-Theater in St. Petersburg und im Theater an der Wien zu sehen war. Im Juni 2017 kam die BaRock-Oper Vivaldi – die fünfte Jahreszeit, Musik Christian Kolonovits, an der Wiener Volksoper zur Uraufführung. Derzeit arbeitet Messner an einem Projekt für das Opernhaus Linz.

www.angelikamessner.at

Erwin Ortner

Dirigent 

Erwin Ortner, 1947 in Wien geboren, war Mitglied der Wiener Sängerknaben, studierte an der damaligen Wiener Musikhochschule Musikpädagogik, Kirchenmusik und Dirigieren bei Hans Swarowsky und Hans Gillesberger und war von 1980-2016 ordentlicher Professor für Chordirigieren an der Universität für Musik und darstellend Kunst in Wien, der er von 1996 bis 2002 als Rektor vorstand. 1972 gründete er den Arnold Schoenberg Chor. Unter seiner künstlerischen Leitung entwickelte sich der Chor zu einem der führenden europäischen Ensembles. Von 1983 bis 1995 war er außerdem Chefdirigent des ORF-Rundfunkchores. Erwin Ortner dirigiert regelmäßig Konzerte im In- und Ausland und leitet Meisterkurse für Chor- und Orchesterdirigieren. 2010 übernahm er die künstlerische Leitung der seit 1498 bestehenden Wiener Hofmusikkapelle. 2002 wurde ihm der Grammy in der Kategorie Beste Choraufführung, in welcher Dirigent und der Chorleiter ausgezeichnet werden, für die Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion verliehen, 2010 der Echo für Haydns Jahreszeiten (Arnold Schoenberg Chor, Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt).

Arnold Schoenberg Chor

Leitung: Erwin Ortner

Der 1972 von seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner gegründete Arnold Schoenberg Chor zählt zu den vielseitigsten und gefragtesten Vokalensembles Österreichs. Das Repertoire reicht von der Renaissance und Barockmusik bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik.
Besonderes Interesse des Chores gilt der A cappella-Literatur, aber auch große Chor-Orchesterwerke stehen immer wieder auf dem Programm.
Seit 2006 ist der Arnold Schoenberg Chor Hauschor des Theaters an der Wien. Einen weiteren Schwerpunkt bilden szenische Opernproduktionen im Rahmen der Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, styriarte, des Carinthischen Sommers, u. a. Das Ensemble unternimmt regelmäßig Konzertreisen in Europa, Amerika und Asien und ist Gast bei wichtigen Festivals im In- und Ausland.
Die fast vierzig Jahre währende Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt wurde mit mehreren Auszeichnungen der gemeinsamen Aufnahmen gewürdigt. Die letzte gemeinsame CD-Produktion ist Beethovens Missa solemnis 2016.
In der eigenen CD-Edition des Chores erschien zuletzt eine Aufnahme von Max Regers Motetten und geistlichen Gesängen: „Die Nacht ist kommen“.

www.asc.at 

Anna Maria Pammer

Sopran

Die Sopranistin Anna Maria Pammer hat sich sowohl durch ihr Engagement für die Musik seit 1900 als auch durch ihre wohlüberlegten Programme einen Namen gemacht. Sie studierte in Wien Gesang, Cello, Liedinterpretation, Oper und Geschichte und war Mitglied des Züricher Opernstudios. Ihr Operndebut gab sie 1995 bei den Salzburger Festspielen. Seither trat sie u. a. an der Opéra de Paris und der Wiener Volksoper auf.
Sie sang mit den Wiener Symphonikern, der Chapelle Royale, dem Orchester der RAI Turin, dem SWR-Sinfonieorchester, dem RSO Wien und dem Bruckner Orchester Linz und arbeitete mit Komponisten wie György Kurtág, Helmut Lachenmann, Hans Zender oder Salvatore Sciarrino.
Zu ihren Kammermusikpartnern zählen das Arditti Quartett, das Hagen Quartett, das Aron Quartett, das Diotima Quartett, das Zemlinsky Quartett, Patricia Kopatchinskaja, András Keller, Ilya Gringolts und Gidon Kremer.
Ihre Diskographie umfasst gegenwärtig ca. 35 Titel, darunter Schumanns Album für die Jugend, sulzer.wittgenstein.pammer, Mozart & Co., ‘Entartete‘ Musik, Webern | Schubert und Verlaine hérétique.

www.ampammer.de

Ulf Rodenhäuser

Klarinette

Der gebürtige Nürnberger hat an der Hochschule für Musik München studiert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei Wettbewerben. Er war viele Jahre Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker sowie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Während dieser Zeit hat er mit allen bedeutenden Dirigenten der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zusammengearbeitet, neben Herbert von Karajan mit Leonard Bernstein, Karl Böhm, Carlos Kleiber, Carlo Maria Giulini, Bernhard Haitink, Eugen Jochum, Lorin Maazel, Georg Solti, um nur die wichtigsten zu nennen. Als Solist hat er mit zahlreichen großen Orchestern und Dirigenten konzertiert, u.a. mit den Berliner Philharmonikern, unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, Dmitrji Kitaenko, Karl Münchinger, Helmut Rilling, Klaus Tennstedt u.a. Seine vielfältigen Aktivitäten als Kammermusiker mit prominenten Partnern führten ihn in fast alle Musikzentren der Welt. Er war Mitglied des Philharmonischen Oktetts Berlin und über 20 Jahre hinweg Partner des Melos Quartetts Stuttgart. Mit dem Ensemble Villa Musica konzertierte er in Deutschland und Europa. Seine zahlreichen Aufnahmen sind mit vielen wichtigen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wordenUraufführungen und Auftragskompositionen vieler zeitgenössischer Komponisten, darunter Karlheinz Stockhausen und Isang Yun, runden sein Interpretenprofil ab. Als Professor an den Musikhochschulen München, Stuttgart und Düsseldorf sowie an der Karajan-Akademie hat er eine große Zahl von jungen Musikern ausgebildet, die heute im deutschen und internationalen Musikleben in verschiedensten Positionen erfolgreich sind.

 

 

Niklas Schmidt

Violoncello

Niklas Schmidt studierte zunächst in Hamburg und später in Köln beim Amadeus Quartett und war regelmäßiger Gast an der Menuhin-Akademie in Gstaad.
Er war Gründungsmitglied des berühmten Trio Fontenay, dem er zwei Jahrzehnte als Cellist angehörte. Für Teldec, EMI und Philips hat er mit dem Trio fast die gesamte Literatur für dieses Genre auf CD eingespielt; die meisten der Aufnahmen erhielten internationale Auszeichnungen, u. a. Deutscher Schallplattenpreis 1994 und Diapason d’Or. Zu den Aufnahmen gehört auch Beethovens Tripelkonzert mit dem London Philharmonia Orchestra. Aktuelle CD-Aufnahmen als Solist sind die Sonaten von Schubert, Strauss und Rachmaninoff, die Präludien von Moscheles und sämtliche Solosuiten von Johann Sebastian Bach. Niklas Schmidt ist Cellist im Fine Arts Quartet, USA. Er war Juror bei zahlreichen internationalen Wettbewerben. Zuletzt hatte er den Vorsitz beim Mendelssohn-Wettbewerb in Berlin. Er ist Direktor des Internationalen Mendelssohn Festivals IMF in Hamburg. Niklas Schmidt lehrt seit 1987 als Professor für Violoncello und Kammermusik
in Hamburg und gibt regelmäßig Meisterkurse in aller Welt. Er spielt auf einem Rogeri-Cello (Brescia) aus dem Jahre 1700.

Thomas Selditz

Viola

Thomas Selditz stammt aus einer Musikerfamilie und studierte an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin. Bevor er 2010 als Professor für Viola an die Musikuniversität Wien berufen wurde, hatte er eine Professur in Hannover und Hamburg. Sein Engagement als 1. Solo-Bratschist der Staatsoper Berlin gab er zugunsten seiner Leidenschaft für Kammermusik auf. Seit nunmehr 25 Jahren tritt Thomas Selditz als Kammermusiker im internationalen Konzertleben in Erscheinung. Zu Beginn der 90er Jahre gründete er das Gaede Trio, mit dem er in Europa, Asien und in den USA auftrat. Die wichtigsten Werke für Streichtrio wurden in dieser Besetzung auf CD eingespielt. 2013 bis Sommer 2016 war er Bratschist im Hugo Wolf Quartett. Seitdem widmet er sich vermehrt solistischen Projekten. Rund 20 CD-Einspielungen dokumentieren seine Vielseitigkeit bei den Labeln Audite, Tacet, Largo Records/London, SONY, CPO, MDG, VMS, Megadisc classic. Einige davon erhielten die höchsten Auszeichnungen der Fachpresse (u. a. Diapason d’Or, 2003 Deutscher Schallplattenpreis, Pasticcio-Preis). 2018 nahm Thomas Selditz die Sinfonia Concertante für Violine und Viola von Walter Braunfels mit dem BBC Concert Orchestra auf. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in die Wigmore Hall London, Frick Collection und Carnegie Hall New York, Cité de la Musique Paris, Auditorio Nacional de Música Madrid, Philharmonie Berlin, Kioi Hall Tokyo, zum Schleswig- Holstein-Festival oder dem Kissinger Sommer.

 

 

Hanna Sieber

Horn

Hanna Sieber absolvierte ihr Hornstudium bei Christian Lampert und Erich Penzel (Musikhochschule Stuttgart) und schloss es 2012 mit dem Diplom und 2015 in der Meisterklasse jeweils mit Auszeichnung ab.
2008 erhielt sie ein Akademiestipendium an der Bayerischen Staatsoper in München, dem ein Zeitvertrag als 3. Hornistin folgte. Von 2010 bis 2013 war Hanna Sieber Solohornistin am Staatstheater Nürnberg und wechselte zur Spielzeit 2013/2014 als Solohornistin zum Münchner Rundfunkorchester des BR.
Aushilfen am Solohorn (u. a. hr- Sinfonieorchester, Münchner Philharmoniker, Bayerische Staatsoper, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin), sowie regelmäßige Kammermusikkonzerte mit u. a. Ulf Rodenhäuser, Dag Jensen, Andrea Lieberknecht ergänzen ihr künstlerisches Schaffen.
Hanna Sieber ist mehrfache Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben, wie Jugend Musiziert und dem Concorso Internationale per Corno in Bari. Im Rahmen eines dreijährigen Stipendiums der Stiftung Villa Musica wurde sie außerdem mit dem Kammermusikförderpreis ausgezeichnet.

Wilhelm Sinkovicz

Moderation

Geboren 1960 in Wien, studierte Wilhelm Sinkovicz Komposition und Musikwissenschaft. Seit 1984 ist er Musikkritiker der Tageszeitung Die Presse. Er unterrichtet an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (ehem. Konservatorium) und hat zahlreiche Bücher verfasst, unter anderem über die Wiener Staatsoper Das Haus am Ring, Arnold Schönberg Mehr als zwölf Töne, aber auch über Komponisten wie Johann Strauß und Alban Berg, sowie zuletzt mit Michaela Schlögl eine Bilanz der vergangenen 30 Jahre des Wiener Musiklebens do re mi fa Sole. Als Moderator ist Wilhelm Sinkovicz, der lange Zeit auch viele Rundfunksendungen, u.a. Reihen wie Klassische Verführung, gestaltet hat, alljährlich bei der LOISIARTE zu erleben.

Florian Teichtmeister

Rezitation

Der Wiener Florian Teichtmeister absolvierte das Max Reinhardt-Seminar, wo er u. a. mit Karlheinz Hackl, Klaus Maria Brandauer und Samy Molcho arbeitete. Neben reger Theatertätigkeit während seines Studiums begann er im Jahr 2000 mit der Arbeit vor der Kamera, wo er in Arthur Schnitzlers Spiel im Morgengrauen von Götz Spielmann debütierte. Später spielte er im TV unter anderem in Spuren des Bösen und Das Attentat - Sarajevo 1914 (Andreas Prochaska), Altes Geld (David Schalko) und die Toten von Salzburg (Erhard Riedlsperger). Im Kino war er zu sehen in Krankheit der Jugend (Michael Haneke), Der Fall des Lemming, Das Tagebuch der Anne Frank, Life Guidance u.a.
Im Jahr 2002 erhielt er den Skrauppreis als bester Nachwuchsschauspieler, 2005 für seine Darstellung des Mozart in Peter Shaffers Amadeus den Publikumspreis der Bad Hersfelder Festspiele, 2014 erhielt er den Deutschen Schauspielerpreis. In den Jahren 2013 und 2015 gewann er den Nestroy-Theaterpreis, 2016 wurde er für den Nestroy als bester Schauspieler für Jean in "Fräulein Julie" nominiert. Seit 2005 ist Florian Teichtmeister Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt und seit 2013 regelmäßig Gast im Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen.

 

 

Wiener Bassetthorntrio

Heinz-Peter Linshalm
Petra Stump-Linshalm
Anna Koch

Zu Mozarts Zeit erfreute sich die Besetzung des Bassetthorntrios größter Beliebtheit. So gab es damals einige Bassetthornvirtuosen, die die europäischen Höfe bereisten. Außergewöhnlich war auch das fest angestellte Bassetthorntrio am Hof des Grafen Clam Gallas von Friedland (Böhmen), für welches wohl auch die Bearbeitungen der Zauberflöte geschrieben wurden. In den folgenden 150 Jahren geriet das Bassetthorn sowie auch die Klarinettentriobesetzung leider in Vergessenheit und wurde erst wieder im 20. Jahrhundert neu entdeckt.
Igor Strawinsky war einer der ersten Komponisten des 20. Jahrhunderts, der für diese Besetzung (in Verbindung mit Gesang) komponierte. Seinem Beispiel folgten Komponisten wie Luciano Berio, Karlheinz Stockhausen, Klaus Huber, Hans Ulrich Lehmann u. a. und auch Komponisten der jüngeren Generation wie Felix Baumann oder Christoph Herndler.
Neben der Interpretation klassischer Musik ist es dem Wiener Bassetthorntrio auch ein Anliegen, eine Verbindung zwischen der klassischen und der zeitgenössischen Musik zu schaffen und Gemeinsamkeiten sowie Gegensätze dieser Epochen hervorzuheben.